Im dänischen Königshaus gibt es ein Geheimnis: Prinz Hamlet ist in Wahrheit eine Frau, die als Junge erzogen wurde, um den Thron erben zu können. Während ihres Studiums erfährt sie vom Tod ihres Vaters, der nun durch Onkel Claudius ersetzt wurde – der zudem mit ihrer Mutter verheiratet ist und ihr Geheimnis kennt. Der Geist des Vaters fordert Rache, während Intrigen, Liebesverwicklungen und ein entlarvendes Theaterstück Claudius schließlich als Mörder enttarnen. Nach tragischen Verwechslungen, Ophelias Tod und einem vergifteten Duell sterben fast alle Beteiligten – nur Horatio bleibt zurück und erfährt Hamlets wahre Identität. Ein optionaler Epilog lässt die Darsteller*innen die Ereignisse aus heutiger Sicht reflektieren.
William Shakespeares „Hamlet“ gilt als eines der berühmtesten Theaterstücke überhaupt. Unsere Fassung greift eine Idee der Schauspielerin Asta Nielsen auf, die 1921 Hamlet als Frau interpretierte. Dieser Perspektivwechsel hinterfragt Geschlechterklischees und zeigt Hamlet als starke junge Frau vor einer gewaltigen Aufgabe.
Die Musik von John Høybye verbindet Bossa, Pop-Balladen, Jazz, Funk und Gospel mit historischen Anklängen, etwa Zitaten von John Dowland.